Donnerstag, 25. Juni 2009

Blogstöckchen: SEO-Fragen

Wow. Soviel zum Thema "Twitter ist ein Blogkiller". Ich habe schon so lange nicht mehr in die Feeds geschaut, dass mir beinah entgangen wäre, dass der gute SEODeluxe versucht, mit Hilfe von fadenscheinigen Aportierstöckchen an mein nahezu unbegrenztes SEO-Wissen zu kommen. Und das alles wegen fehlender Newsletter-Backlinks! Doch dazu mehr bei Twitter, hier geht's ans Eingemachte (und die besten Grüße nach München zu @Seodeluxe, @MarkusWalter @indianernews, die nächste SMX ist noch viel zu lange hin! Ihr seid groß, Jungs!).

1. Was wäre dein größter Wunsch in der SEOwelt, sofern du einen frei hättest?
Ganz ehrlich? Wenn alle Menschen nur die besten Absichten hätten, dann fänd ich es wunderbar, wenn Google so transparent arbeiten würde, dass man in Sachen Informationsarchitektur einfach nur von G lernen und damit die beste und relevanteste Seite für die Nutzer bauen könnte. Will sagen: ich will verdammt noch mal wissen, wie das Ranking in der Image Search funktioniert! Doch egal. Da das so in etwa klingt wie "ich wünsche mir den Weltfrieden", eine realistischere Einschätzung: es wäre schön, wenn SEO endlich einmal entmystifiziert werden würde. Was wir tun ist handfest, spannend und eine ständige Herausforderung. Ohne großes I'm-such-a-bad-boy-I'll-never-tell-you-what-I'm-really-doing-Gehabe wäre der Ruf dieses Berufsstandes besser - und er wäre es verdientermaßen.

2. In welchen Web2.0 Communitys kann man dich finden?
Twitter und Facebook. Damit bin ich schon sowas von ausgelastet, das reicht dicke. Außerdem finden mich bei WKW immer Leute, die mich nicht finden sollen. Ach so, Xing natürlich. Und YouTube. Aber das reicht dann auch.

3. Was denkst du, wenn du auf deinen monatlichen Kontoauszug guckst?
Kontoauszüge? Gott, seid Ihr niedlich! Ihr glaubt wirklich, ich drucke mir am Automaten Papyrusrollen mit Zahlen aus? Nein. Nein. Was ich tue, wenn ich online Zahlen sehe? Ich geh zu ebay. Oder Amazon. Shoppen. Meist Filme.

4. Was hast Du eigentlich vor dem Internet gemacht?
Ich habe gerade heute mit einem Kollegen darüber gesprochen, dass mein erster eigener Computer bereits 64 MB Ram und 1 GB Festplatte hatte. UND EIN CD-LAUFWERK! Will sagen: das Internet war gar nicht mehr so weit. Bis dahin habe ich Baldur's Gate und Dungeon Keeper gespielt und das Buch "Die 2000 besten ME-Geheimnisse" durchgearbeitet. Ansonsten das übliche: regelmäßig formatieren und die Defrag-Balken angucken. Vorher alles auf Diskette sichern. Ach ja: vor Kurzem ist mir aufgefallen, dass vor dem Internet wirklich noch Fragen offen blieben. Fragen, auf die man keine Antwort finden konnte. Verrückter Gedanke!

5. Was machst Du, wenn es Google morgen nicht mehr geben würde?
Bing jetzt, oder was? Keine Ahnung. Urlaub. Ne Suchmaschine aufmachen. Hundezucht in Norwegen. Sowas.

6. Was ist die fieseste Black Hat Technik die Du kennst?
Könnte sein, dass ich letzte Woche eine entdeckt hab. Fänd ich übel. Kann ich nix zu sagen. Womit wir beim I'll-never-tell-you-what-I'm-really-doing-Gehabe wären. Aber es ist, wie es ist. Weltfrieden ist auch utopisch.

Und damit schleudere ich das Stöckchen fröhlich in Richtung meiner Twitterbuddies
stereophone
BoeserSEO
sistrix (mal Worte her, Jung, keine Zahlen *g*)

Montag, 22. Juni 2009

Ranking Faktoren - was denken die Experten?

Rand Fishkin von seomoz.org hat bei den 70 führenden SEO-Experten nachgefragt, welche Rankingfaktoren OnPage und OffPage von großer Relevanz sind.

Ein erstes Ergebnis:
nicht überraschend ist, dass die Expertenmeinung mit Fishkins Daten korreliert, wenn es um die Einflussgrößen Backlinks und Content geht. Frei nach dem Motto "F** inspiration, get links!" liegt der Einfluss von Links auf das Ranking einer Site weit über dem Einfluss, den der Content auf das Ranking hat. Dementsprechend kann man auch, wie Rand selbst, zu dem Schluss kommen: hervorragender Content ist aus SEO-Sicht nur dann hervorragender Content, wenn er Links provoziert.

Ansonsten würde ich sehr gerne noch mehr dazu sagen, allerdings ist die Präsentation ohne dazugehörige Tonspur für mich etwas schwer verständlich. Ich mag die Idee, Expertenmeinungen mit einer Datenbasis zu kontrastieren, wüßte dann aber schon gerne, 1. wie die Datenbasis genau aussieht und 2. wo konkret die Unterschiede liegen. Und wenn bei zwei Slides die Kategorien differieren, finde ich das schwierig... also heißt es: abwarten. Sicher gibts bald mehr Infos auf seomoz.org. Und bis dahin: schaut Euch einfach schon mal die Präsentation an:

Donnerstag, 11. Juni 2009

Google Bildersuche nach Datum sortieren?

Ich habe mich ja gestern gefragt, wie aktuell der Bilderindex von Google im Bereich "Nachrichten" ist und welche Nachrichtensite die aktuellsten Bilder in diesem Index hat. Um dies herauszufinden, müsste man die 200 Ergebnisse nach Datum sortieren. Leider unterstützt Google diese Funktion in der Bildersuche per Default nicht. Während man bei der Websuche durch Anhängen von &as_qdr=d an den Suchquery diese erweiterte Suchfunktion erhält, funktioniert die Umwandlung der Suchquery bei der Bildersuche nicht.

Eine Alternative wäre der Suchoperator daterange:
Hier gibt es allerdings zwei Probleme: zum Einen unterstützt Google offiziell diesen Operator nicht, die Ergebnisse sind also nicht 100%ig valide. Zum Zweiten benötigt man hierfür die Umrechung des Datums in die Form des Datums laut Julianischem Kalender. Ich habe im Netz die Möglichkeit gefunden, diese Umrechnung durchzuführen (oder alternativ: hier). Wenn man nun wissen will, welcher Inhalt an einem bestimmten Tag indexiert wurde, gibt man als Operator daterange:Datum-Datum ein. Ein Beispiel hierfür wäre daterange:2452164-2452164 für alle Dateien, die am 11. September 2001 indexiert wurden.
Leider funktioniert dieser Operator auch nicht bei der Google Bildersuche. Hat einer von Euch da draußen eine Idee, wie's funktionieren könnte?

Mein Testblog braucht jetzt doch mal einen Link. Da issser.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Google: Erweiterte Bildersuche noch ein bisschen beta...

Google bietet bei der Bildersuche ein Drop Down-Menü zur Eingrenzung der Suchergebnisse an. Hier kann man wählen, ob man sich Bilder aus den Bereichen "Beliebiger Content" (Default-Einstellung, kein Filter), "Nachrichten", "Gesichter", "Clipart", "Lineart" oder "Fotos" (hier werden jedoch redundante Werte geliefert) anzeigen lassen möchte. Das ist durchaus interessant, wenn man davon ausgeht, dass bei der Universal Search insbesondere Bilder von Gesichtern eingeblendet werden, wie Andre Alpar so schön getestet hat.

Interessant sind allerdings die Werte für "Nachrichten", wenn man Seiten von Zeitungen unter die Lupe nimmt. Ihr solltet das austesten. Denn laut der Google-Bildersuche haben spiegel.de, stern.de, zeit.de, focus.de, bild.de und all die Anderen etwa 200 Bilder im Bereich "Nachrichten" online.
Nachtrag: ich habe nun doch eine Seite gefunden, die Werte unter 200 aufweist. Daher denke ich: 200 ist die von Google gewählte Obergrenze, um in diesem Sektor Aktualität zu garantieren. Ich glaube, das hat Martin auch mit seinem Kommentar gemeint, oder? Denn dann wäre wirklich die Frage angebracht, ob in diesem Sinne nicht eine deutlich höhere Aktualisierung des Bilderindexes angebracht wäre?

Okay, mein Chef hat mir heute gesagt, ich solle früher schlafen gehen... aber das lässt mir keine Ruhe. Wenn 200 die Obergrenze ist, welche Zeitung hat es dann geschafft, in diesem News-Zeitraum, der auf 200 Bilder beschränkt ist, die meisten Bilder in den Index zu pumpen? Leider sind die Bilder nicht nach Datum sortierbar, und bevor ich jetzt jeweils 200 Bilder pro Medium durchklicke, überlege ich mir eine Lösung für eine automatisierte Abfrage. Aber spannend finde ich das: welche der großen Zeitungen hat die jüngsten, also aktuellsten Bilder in dieser Suche?

Mehr zum Thema: Bildersuche nach Datum sortieren?

Samstag, 6. Juni 2009

No follow? Thank you for following!

Nerd in Skirt wird ein Jahr alt!



Eigentlich wollte ich mich ja an der aktuellen Diskussion um das Ende des PageRank-Sculptings beteiligen. Aber ehrlich gesagt fällt mir nicht all zu viel dazu ein, denn die Entwicklung bei Google ist einfach nur stringent, logisch und konsequent. Natürlich können wir Google sagen, welche unserer Seiten nicht relevant sind und dem User keinen Mehrwert bieten - aber dass wir Tante G sagen, was relevant ist? Nein. Das weiß Google selbst - und mit gutem SEO stoßen wir G mit der Nase drauf, was wir relevant finden ;-)

Daher zu etwas völlig Anderem: heute vor einem Jahr habe ich meinen allerersten Artikel auf www.nerd-in-skirt.com veröffentlicht! Seitdem ist wahnsinnig viel passiert und ich kann sagen, ich verdanke diesem Blog hier die besten Entwicklungen in meinem Leben. Ich habe über diesen Blog wunderbare Leute kennengelernt und eine Szene, in der ich mich - mit Verlaub - sauwohl fühle. Vielen Dank an alle, die mich lesen, auf Kongressen mit Nerd in Skirt ansprechen und mich mit offenen Armen in der kleinen SEO-Gemeinde aufgenommen haben! Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit neuen Kontakten, interessanten Diskussionen, Spass bei Twitter und noch mehr Spass auf der SEOCampixx 2010 und weiteren Highlights des SEO-Lebens.

Ein Kuss an alle! Vielen, vielen Dank!
Eure Nerd in Skirt

Mittwoch, 27. Mai 2009

Proactive Web Design - SEO anno 1999


Ich habe gerade beim Ausmisten für den Umzug ein Thesenblatt von 2001 gefunden, dass ich mal in einer Veranstaltung von Dr. H.D. Luckhardt bekommen habe. Titel: Proactive Web Design.

Das sagt mir gar nichts mehr, aber ein Blick auf die Inhalte hat mich doch köstlich amüsiert. Denn unter Proactive Web Design versteht man "alle Maßnahmen, welche die Auffindbarkeit von Webseiten durch Suchmaschinen verbessern und bereits im Vorfeld oder im Moment der Publikation im World Wide Web ergriffen werden können. Diese Maßnahmen reichen von der Registrierung einer Website bei Suchmaschinen über die Verknüpfung mit verwandten Webseiten und der aussagekräftigen Gestaltung von Titeln von Webseiten bis hin zur Verwendung von Metadaten." Das kommt mir dann doch bekannt vor...

In der Einleitung wird Joel Truher, Vizepräsident für Technologie beim Suchmaschinenanbieter HotBot zitiert, der die Notwendigkeit für Proactive Web Design in folgendem Umstand begründet sieht: "Currently, search is simply bad." Die Gründe dafür sich die Größe und das stetige Wachstum des Web, mangelnde Strukturierungsmöglichkeiten von Webseiten durch HTML und der mangelhafte Kenntnisstand über die Funktionsweise von kommerziellen Suchmaschinen.

Besonders niedlich finde ich die Auflistung der Maßnahmen des Proactive Web Designs:
  1. Die Website ist bei Suchmaschinen anzumelden
  2. Webseiten sollten mit verwandten Webangeboten verlinkt werden
  3. für Suchmaschinen sind indexierbare Informationen bereitzustellen
  4. die Ebenenstruktur der Website ist breit statt tief anzulegen
  5. der Uniform Ressource Locator muss aussagekräftig sein
  6. der Titel der Website muss aussagekräftig und informativ sein
  7. wichtige Begriffe aus dem Titel müssen in Überschriften und dem Seitenanfang wiederholt werden
  8. es dürfen keine Tricks wie Search Engine Persuasion verwendet werden
  9. Metadaten sind zu verwenden
  10. die Auffindbarkeit durch Suchmaschinen sollte regelmäßig überprüft werden
Das ist nun 8 Jahre her, die angegebene Quelle stammt bereits von 1999: Schweibenz, W.: Proactive Web Design. Maßnahmen zur Verbesserung der Auffindbarkeit von Webseiten durch Suchmaschinen. In: NfD 50 (7/1999), 389-396.

Da sag mal noch einer, SEO wäre eine junge Wissenschaft ;-)

Sonntag, 24. Mai 2009

Nerd in Skirt proudly presents...

TRG - The Reach Group.

Mein neuer Arbeitgeber und der wohl beste Grund, im Saarland die Zelte abzubrechen und in den hohen Norden zu ziehen. Vielleicht habt Ihr das Interview von Jens Fauldrath mit meinen beiden zukünftigen Chefs Jan Kutschera und Christoph Burseg ja gelesen, trotzdem möchte ich noch ein paar Worte zur TRG sagen und hoffe, dass ich dabei nicht zu sehr ins Schwärmen gerate. Denn die Tatsache, dass neben diesen beiden hervorragenden SEOs noch Johannes Beus (Sistrix) und Thomas Promny als Gesellschafter fungieren, lässt mich doch ohne Zweifel und mit extrem großer Vorfreude feststellen, dass ich mir in Sachen SEO-Jobs ein Sahnehäubchen geangelt habe.

Mein Traum war es, SEO at its best zu erleben und ich bin überzeugt, dieses hochkarätige Team macht das möglich! Ich freue mich wahnsinnig auf eine spannende und lehrreiche Zeit bei TRG!
So, da ich nun doch zu sehr geschwärmt habe, endlich einmal Fakten, Fakten, Fakten:

Background: Jan Kutschera
Jan war bis Ende 2008 bei Bild.de für das SEO und die Webanalyse zuständig und hat dort das SEO-Team aufgebaut, das nach seinem Ausstieg die Suchmaschinenoptimierung für Bild.de weiterführt. 2009 gründete er dann zusammen mit Christoph Burseg TRG. Was mich persönlich sehr freut ist der Medienhintergrund der Beiden. Da auch ich aus dieser Richtung komme, passt das sicherlich verdammt gut zusammen. Zu den Erfolgen von Bild.de muss ich hier wohl nicht viel sagen, ich lasse einfach mal Alexa sprechen:

Background: Christoph Burseg
Christoph war für das SEO bei Welt.de zuständig und hat dabei die Konkurrenz leicht nervös gemacht. Zuvor war er für AOL Deutschland als SEO Manager zuständig. Angefangen hat bei ihm alles übrigens mit einer South Park Fansite, was mich sofort wieder offtopic werden lässt:


Leider gibt's das Video nicht bei YouTube, aber ein Klick auf das Bild führt Euch zu BARBARAAA!


Background: TRG
TRG-The Reach Group ist eine Agentur für strategische Online-Marketing-Beratung. Was genau TRG für seine Kunden erreichen will, lasse ich einfach mal Christoph umschreiben:
"SEO ist ein Teil des Online Marketings. Im nächsten Jahr werden wir auf dem deutschen Markt aber einen großen Schritt weiter sein und weitere Aufgaben, Nischen und Teilbereiche des Onlinemarketings in den Fokus rücken. TRG hat mehr zu bieten als Google News Optimierung. Und sobald unsere Kunden hier optimal vertreten sind, steigern wir die nächste Trafficquelle."

So. Jetzt heißt es Koffer packen. Hab ich schon erwähnt, dass ich mich freue?

Samstag, 16. Mai 2009

Wolfram|Alpha

Okay, eins vorneweg: Wolfram|Alpha mit Google zu vergleichen macht absolut keinen Sinn. Das erklärt Baynado schon sehr treffend im Artikel von Focus Online. Google durchsucht und indexiert das Web, W|A berechnet seine Ergebnisse selbst. Dabei bedient es sich bei Wolframs Software Mathematica, die im wissenschaftlichen Umfeld als renommierte Standardsoftware gilt. Für uns "normalen" Internetnutzer bleibt nun aber die Frage: Was kann Wolfram|Alpha?

Wer den Screencast gesehen hat, wird ebenso wie ich dem Launch von W|A entgegengefiebert haben. Dementsprechend habe ich heute direkt einmal ein paar Suchanfragen gestellt. Und was tut der Durchschnittsnutzer? Er wolframed sich selbst. Mit der Phrase Astrid Jacobi kann W|A gar nichts anfangen und liefert die wenig hilfreiche Antwort: Wolfram|Alpha isn't sure what to do with your input. Mir geht es nahezu jeden Morgen so, also habe ich dafür Verständnis und sehe mir die vorgeschlagene Alternative an. Als alternativer Suchbegriff wird mir von W|A der Satellit Astrid vorgeschlagen, allerdings nur mit Fakten, ohne weiterführende Links (und ich muss offen gestehen, dass ich keine Ahnung habe, wer oder was der Satellit Astrid ist).

Damit sind wir auch meiner Meinung nach schon bei der größten Schwäche von W|A: leider wirkt Wolfram|Alpha dadurch, dass es ein abgeschlossenes System ist, intelligent arrogant. Wir Netzuser sind es einfach gewöhnt, uns durch Ergebnisse zu klicken und immer wieder weiterführende Informationen zu finden. Die Stärke des Netzes ist nunmal, dass es ein Netz ist. W|A nimmt sich aus diesem Netz heraus, und das ist verdammt schade.

Halt! Ich nehme alles zurück! Ich habe gerade entdeckt, dass mir bei "Astrid" der Vorschlag gemacht wird: Search the Web. Es gibt also einen weiterführenden Link. Der geht zu Google, was ich durchaus niedlich finde. Da "Astrid" für Google allerdings eine zu unspezifische Anfrage ist, komme ich hier bei den ersten Treffern zum Wikipedia-Eintrag des Namens Astrid, zum Wikipedia-Eintrag von Astrid Lindgren und zur Website des Modells Astrid. Kein Satellit weit und breit...

Also eine weitere Schwäche: ich bekomme einen Link, finde ihn aber nicht direkt. Gut, natürlich müssen wir uns erst an W|A gewöhnen und ab sofort weiß ich, dass weiterführende Links rechts zu finden sind. Doch es stellen sich zwei Fragen: sind die User geduldig genug, sich mit dem System vertraut zu machen, wenn erste Anfragen derart enttäuschend sind? Und 2.: wenn W|A mir zur Suchanfrage Astrid einen Satellit zurückliefert, sollte es dann nicht zu seinem Vorschlag stehen und bei dem weiterführenden Link die Suchphrase "Astrid Spacecraft" an Google übergeben? Doch wenn es das tut: ist meine Suche dann fremdbestimmt?

Doch weiter mit der Suche:
Die Suchanfragen SEO liefert spaßigerweise Daten über die Stanelco Aktien, denen ich ab heute eine rosige Zukunft prognostiziere. Die Frage nach meinem Geburtsdatum gibt mir als Antwort, dass ich 31,77 Jahre alt bin (Hallo Wofram, nicht charmant! So genau will das keiner wissen!) und Saarbrücken kennt W|A überhaupt nicht.

Hier wird also klar: frage nicht, was Wolfram|Alpha für Dich tun kann, frage, was Du für W|A tun kannst! Es ist also an der Zeit, die richtigen Fragen zu stellen. Da ich allerdings zur Zeit keine Hausarbeit über die Topographie Australiens zu schreiben habe (oder jemals schreiben werde), halte ich mich an Dinge, die mich interessieren. Wir beginnen mit: Amazon (ja, ich habe eine Website dazu: Check it out!). Ich erhalte Daten über die Länge, die Länder, durch die der Amazonas fließt und einiges mehr. Der "Related Link" führt zum entsprechenden Wikipedia-Eintrag.

Zum Amazonas wird mir eine wirtschaftliche Alternative angeboten, hinter der wohl der Internetgigant Amazon stecken wird. Dem ist auch so und ich lande direkt bei den Aktienkursen, der Anzahl der Mitarbeiter und ähnlichen Daten. Unter "Related Links" wird die Amazon-Website ausgegeben. Soweit, so gut.

Jetzt muss ich schon nachdenken, welche Suchanfrage ich als Nächstes stellen könnte. Und schon sind wir wieder bei der "Abgeschlossenes-System-Schwäche": ein "normaler" Suchvorgang im Netz ist eine Hypertext-Suche, d.h. ich klicke mich durch Ergebnisse, die mich zu immer detaillierteren Informationen führt und damit zu immer neuen Fragen. Ich denke, ich klicke jetzt mal den Link zu Wikipedia an und google dann weiterführende Infos zur Geschichte des Amazonas, seinen Ureinwohnern, den Umweltproblemen, der politischen Lage...

Donnerstag, 14. Mai 2009

Den Bot an der Hand nehmen - Noindex/nofollow

Im Search Engine Journal ist heute ein schöner Artikel von John Britsios erschienen, der sich mit PageRank Sculping unter Zuhilfenahme der noindex- und nofollow-Metatags, dem Linkattribut rel="nofollow" und der Noindex-Anweisung in der robots.txt beschäftigt.

Zunächst sollten die einzelnen Begriffe noch einmal kurz erläutert werden:

meta name="robots" content="noindex": Dieser Metatag weist den Bot an, die Inhalte der betreffenden Seite nicht zu indexieren.
meta name="robots" content="nofollow": Hier wird der Bot angewiesen, den Links auf der entsprechenden Seite nicht zu folgen. Im Umkehrschluss bedeutet das: der Webmaster unterbindet das Vererben von PageRank an die verlinkten Sites.
rel="nofollow": Entspricht der nofollow-Anweisung im Header einer Seite, ist hier jedoch nur auf den Link beschränkt, der dieses Attribut trägt.
Noindex:/beispielseite.html in der robots.txt: Überrascht? Nun, inoffiziell unterstützt Google (aber auch nur Google) die Noindex-Anweisung in der robots.txt. Diesbezüglich stellt Tekka allerdings die durchaus spannende Frage: was passiert, wenn eine Seite in der robots.txt mit Noindex gesperrt ist, im Header aber das Metatag meta name="robots" content="index"trägt? Tja Tekka, da musste jetzt mal ran und testen *g*

Doch nun zur eigentlichen Frage: wie kann man erfolgreiches PageRank Sculping mit Hilfe der oben genannten Anweisungen betreiben?

Gehen wir davon aus, dass eine Seite des Webprojektes nicht indexiert werden soll und keinen PR haben soll - im folgenden Beispiel der Einfachheit halber das Impressum. Nun ist es klar, dass man den Link zum Impressum mit dem Attribut "nofollow" versieht. Wenn jedoch von anderer Stelle auf das Impressum verlinkt wird (ohne das betreffende Attribut), dann taucht die Seite doch im Index von Google auf. Was also tun? Der erste Gedanke wäre, die Seite über die robots.txt mit Disallow:/impressum.php zu sperren. Doch damit ist die oben beschriebene Problematik nicht ausgehebelt: eine externe Seite, die auf das Impressum verlinkt, führt denoch das Indexieren der Seite herbei.

Für diesen Fall gibt es zwei Lösungsansätze:
1. meta name="robots" content="noindex" in der Header des Impressum packen.
2. Noindex:/impressum.php in der robots.txt

Das Interessante ist, dass John Britsios einen klaren Standpunkt zur Verwendung des meta name="robots" content="nofollow" einnimmt, der da wäre: NEIN! Nicht verwenden! Warum? Nun, dieser Metatag macht aus der entsprechenden Seite eine Sackgasse, a dead end. Links, die auf eine solche Sackgasse verweisen, nennt man Dangling Links.

Dangling Links: Logischerweise vererbt eine Sackgassenseite keinen PR, also auch nicht an Seiten aus dem eigenen Projekt. Was das genau für den PR-Aufbau bedeutet, am Besten mal hier nachlesen.

Zum Abschluss noch eine heiße Twitter-Diskussion zwischen Graywolf und Matt Cutts - Enjoy it!